Chronik

150 Jahre Volksbank Brenztal

Vor 150 Jahren, am 1. Juni 1866, gründeten 40 Giengener Gewerbetreibende die „Giengener Gewerbebank – Kredit- und Sparbank“, den Vorläufer der heutigen Volksbank Brenztal.

Die Veränderungen und dadurch entstehenden Probleme durch die neue Gewerbeordnung machten diese Gründung notwendig. Von Anfang an stand somit der Gedanke der gegenseitigen Hilfe im Mittelpunkt. Bis heute hat sich daran nichts geändert.

Giengen mit der Fa. Steiff, Anfang des 20.Jahrhunderts

Die Bank entwickelte sich von Anfang an mehr als positiv. Der Umsatz konnte in den ersten 10 Jahren um über 500 % gesteigert werden und so wurde 1876 auch zum ersten Mal eine Dividende in Höhe von 7,5 % ausbezahlt. Um 1920 zog die Bank als in das Murmannsche Haus in der Marktstraße, dass sie 1928 auch erwarb. Bis heute hat die Volksbank Brenztal an dieser Stelle ihre Hauptstelle.

Allerdings hatte die Gewerbebank auch schwierige Zeiten zu überstehen. Der Erste Weltkrieg und seine Folgen hatten auch Auswirkungen auf das Kreditinstitut. Auf Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen im Jahre 1916 wurde deshalb auch verzichtet. In den Jahren 1922 und 1923 machten die Wirtschaftskrise und die Inflation der Bank schwer zu schaffen.

In den folgenden Jahren war die Entwicklung der Gewerbebank unterschiedlich: zunächst profitierte auch sie von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der „Goldenen 20er“, um anschließend mit den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu kämpfen. Konzentrierte sich die Tätigkeit der Gewerbebank in ihren Anfangszeiten hauptsächlich auf Handwerker und Selbständige, so gewann inzwischen auch das Privatkundengeschäft immer mehr an Bedeutung. Um dem Rechnung zu tragen, wurde im Jahr 1941 aus der „Gewerbebank Giengen“ die „Giengener Volksbank“. Doch so richtig zum Feiern war in diesem 75. Jubiläumsjahr niemand zu Mute, es herrschte wieder Krieg.

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Bankvorstand Karl Rau beim 100-jährigen Jubiläum

In den Nachkriegsjahren setzte sich die positive Entwicklung wieder fort, was auch bald nach außen hin sichtbar wurde. Und so wurde das Bankgebäude 1955 nicht nur zum ersten Mal umgebaut, sondern auch in Richtung Schlössle erweitert. Auch das Geschäftsstellennetz wurde in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut.

Mussten Feierlichkeiten zu den vergangenen Bankjubiläen aufgrund des Ersten bzw. Zweiten Weltkrieges ausfallen, so stand einer ordentlichen Feier zum 100-jährigen Bestehen der Bank nichts im Wege. Am 22. Oktober 1966 wurde in die festlich geschmückte, und damals noch neue, Stadthalle eingeladen. Durch den Neubau des Bankgebäudes 1969 entsteht die noch bis heute charakteristische „Giebel-Fassade“.

Auch die Fusionen mit der Raiffeisenbank Hürben 1972 und der Raiffeisenbank Hohenmemmingen 1981 vergrößern das Geschäftsvolumen der Volksbank. Der Konjunkturrückgang in Deutschland Mitte der 90er-Jahre hatte auch Auswirkungen auf die Giengener Volksbank. Kreditausfälle brachten die Bank 1998 in Schieflage. Die anschließende Sanierung konnte 2005 erfolgreich abgeschlossen werden. Eine 2001 begonnene Kooperation mit der Raiffeisenbank Brenztal führte im 2008 zur Fusion der beiden Häuser zur Volksbank Brenztal. Durch einen weiteren Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Heidenheimer Alb entsteht 2015 die Bank in ihrer heutigen Form.