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Angst vor Pflegebedürftigkeit ist hoch, Vorsorge bleibt niedrig

08.08.2013 - Die Deutschen kennen das Pflegerisiko, schützen sich aber weiterhin kaum. Jeder zweite Erwachsene befürchtet, selbst einmal zum Pflegefall zu werden. 82 Prozent der Bundesbürger gehen sogar davon aus, für diesen Fall nicht ausreichend abgesichert zu sein durch die gesetzliche Pflegeversicherung. Trotzdem besitzen bisher nur 16 Prozent der Deutschen eine private Pflegezusatzversicherung.

Deutsche kennen das Risiko

Eine repräsentative Studie "Geschäftspotenziale in der Pflegeversicherung" des IMWF Instituts für Management und Wirtschaftsforschung zeigt diese Versorgungslücke auf. Aus den Zahlen wird deutlich, dass die Deutschen sich des Risikos der Versorgungslücke über die gesetzliche Pflegeversicherung durchaus bewusst sind. Dennoch führte die Erkenntnis zu keiner Erhöhung der privaten Vorsorge.

Vorsorge wird aufgeschoben

Drei Viertel der Befragten gab an, eine zusätzliche private Absicherung in Form einer Pflegezusatzversicherung sei wichtig. Dieser Aussage entgegengesetzt planen allerdings nur weitere 12 Prozent der Deutschen im Laufe eines Jahres eine solche Zusatzversicherung abzuschließen. Unter den Personen, die weder eine zusätzliche Vorsorge besitzen, noch diese planen abzuschließen, sehen zwei Drittel eine private Pflegezusatzversicherung als wichtig an. Den Ergebnissen der Studie nach zu urteilen, haben mehr als 33 Millionen Deutsche das Problem erkannt, schieben allerdings die Lösung auf unbestimmte Zeit auf.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt